Ablauf Schachtsanierung

Schadhafte Bausubstanz in Schächten kann zu Bakterien- und Schimmelbefall führen und damit hohe Kosten verursachen.

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chächte sind der meist der einzige Zugang zum Entwässerungssystem. Ihre Instandhaltung ist damit von großer Bedeutung. Risse und Löcher in Schachtwänden verringern die Lebensdauer von Schächten deutlich. Hierdurch kann einerseits Fremdwasser eindringen und andererseits Abwasser ins Erdreich dringen. Dieses beschädigt dann die Bausubstanz und kann zu Bakterien- und Schimmelbefall führen und damit hohe Kosten verursachen.

Statisch fehlerhafte Schächte stellen zudem eine akute Gefahr dar, da Teile der Schachtrinnen einbrechen oder absacken können. Dies führt meist zu wiederkehrenden Verstopfungen und ist auch ein Risiko für das Netzbetreiber-Personal.

Vor der eigentlichen Instandsetzung eines Schachts wird der Untergrund gründlich gereinigt. Hierdurch erreicht man eine hohe Abreißfestigkeit. Dann können Wassereinbrüche durch Mörtel oder Injektion von schnell härtenden Kunstharzen abgedichtet werden. Nach Abtrocknung des Schachtbauwerks wird die Reprofilierung, das heißt die Ausbesserung der Fehlstellen, vorgenommen.

Erst zum Schluss erfolgt die Sanierung der Wandsubstanz: Hierbei wird der gesamte Schacht mit einer korrosionsschützenden Verschleißschicht versiegelt. Dies geschieht oft mit einer 2-Komponenten-Epoxidharz-Formmasse. Weitere Maßnahmen der Schachtsanierung sind die Renovierung von Schachtsohlen und Rohreinbindungs-Bereichen sowie der Ersatz defekter Steigeisen. Ein resultierender Vorteil ist die höhere Belastbarkeit und längere Lebensdauer des Bauwerkes. Der Arbeitsschutz wird wieder hergestellt und den gegenwärtigen, gesetzlichen und regionalen Anforderungen und Besonderheiten angepasst, dazu gehören z. B. unterschiedliche Schachteinstiegshilfen und Absturzsicherungen.


Folgenden Problemstellungen treten bei Schächten häufig auf:

• Abgesenkte Schachtrahmen

Hier werden entsprechende Schachtrahmenvergusssysteme mit konisch ausgebildeten Sanierrahmen eingesetzt, die eine langfristige Instandhaltung gewährleisten.

• Undichte Schachtringfugen

Undichte Schachtringfugen werden gegen ausdringendes als auch gegen eindringendes Wasser mit einem quellfähigen und schnell abbindenden Stopfmörtel dauerhaft abgedichtet.

• Defekten Steigeisen

Steigeisen werden schnell und dauerhaft mit Schwerlastankern in der Schachtwand verankert.

• Rissige Bauteile

Poren und Risse in Schächten sind wasserführend und werden entweder mit einem Spezialwerkstoff abdichtend verpresst oder mit schnell reagierendem quellfähigen Stopfmörtel oberflächennah verschlossen.

• Fehlerhafte wasserführende Rohr- / Linereinbindungen

Undichte Ringräume zwischen Rohr- und Schachtwand, oder Schlauchliner und Altrohr werden entweder mit quellfähigem Stopfmörtel oder mit Spezialwerkstoff dauerhaft abgedichtet.

• Korrodierter Beton und freiliegende Bewehrung

Die Betoninstandsetzung der Schachtbauwerke erfolgt nach entsprechender Vorbereitung des Untergrundes und der Bewehrungseisen mit einer Haftbrücke. Anschließend werden die geschädigten Bereiche mit einem sehr sulfatbeständigen mineralischen Mörtel instand gesetzt.

• Zerstörte oder ausgewaschene Verfugung

Fugensubtanz wird häufig durch einen Säureangriff zersetzt oder ausgewaschen. Nach Ausräumen von losem, nicht tragfähigem Fugenmörtel kann in solchen Fällen mit schnell reagierendem mineralischem Fugenmörtel die Verfugung wieder aufbereitet werden.

• Flächig korrodiertes Mauerwerk und Beton im Schachtbauwerk

Zur Reprofilierung des Betons bzw. als Oberflächenschutz wird nach entsprechender Vorbereitung der jeweiligen Unterlage ein sehr sulfatbeständiger mineralischer Oberflächenschutz eingesetzt.

• Flächige Durchfeuchtungen

Bei flächiger Durchfeuchtung von Beton und Kanalklinkermauerwerk wird durch das Abreiben der Flächen mit einem mineralischen Spezialmörtel ein dauerhafter quellfähiger Porenverschluss erreicht.

• Defekte Fließrinnen, Berme und Sohlen

Zersetzte und ausgewaschene Rinnen und Sohlbereiche werden nach Aufbringen der Haftbrücke durch hoch sulfatbeständige mineralische Mörtel instand gesetzt.

Kategorie: Dichtigkeitsprüfung Kanalsanierung Rohrsanierung Sanierung Schachtsanierung

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KW 36 - Donnerstag, 09. September 2010