Druckprüfung mit Wasser

Wasserdruckprüfung

Zu diesem Zweck werden die Druckleitung, der Druckbehälter oder andere Gehäuseteile mit Wasser, Luft oder Betriebsgas (z.B. Erdgas, Stickstoff) gefüllt. Sanitäranlagen, Wasser, Gas. Sofern vom Planer nicht anders angegeben, ist die Druckprüfung von Trinkwasserleitungen mit Trinkwasser durchzuführen.

Test-Kriterien für die Druckprüfung mit Wasser (Methode W). Testmedium: Druckluft oder Inertgase.

Dichtigkeitsprüfung einer Trinkwasseranlage - SHKwissen

Die Dichtigkeitsprüfung mit Wasser sollte nur dann erfolgen, wenn die Zeit zwischen Test und Inbetriebsetzung sehr kurz ist und gewährleistet ist, dass der Haus- oder Bauwasseranschluss vorher abgespült und vom verantwortlichen Wasserlieferanten zum Einsatz gebracht wurde. Die Dichtigkeitsprüfungen gehören zu den sogenannten Zusatzleistungen der VOB Teil C DIN 18381 - Druckprüfung nach DVGW - DIN 1988 TRWI - Teil 2D-Trinkwasserleitungen müssen nach Abschluss einer Druckprüfung unterzogen werden, sofern sie noch ersichtlich sind.

Die Prüfdrücke müssen das 1 1/2-fache des Betriebsdrucks, mind. jedoch 15bar, sein.

Es sind kalibrierte Meßgeräte zu verwenden, an denen Druckschwankungen von 0,1 bar abzulesen sind. Liegt zwischen der Befüllwassertemperatur und der Raumtemperatur der Leitung eine Differenz von ca. 10 K oder mehr vor, muss nach dem Prüfdruckaufbau eine Wartedauer von ca. 30 min für die Temperaturkompensation eingehalten werden. Der Drucktest wird in zwei Testabschnitten durchgeführt.

Ist die Zeit zwischen der Druckprüfung und der Erstinbetriebnahme bzw. dem ersten Einsatz der Anlage größer und/oder sinkt die Ausfallzeit während einer Frosteinwirkung, ist eine Trockendichtigkeitsprüfung mit Ölfreier Pressluft oder Inertgas (z.B. Stickstoff) durchführbar. Weil stehendes Wasser durch eventuelle Verunreinigungen die Hygieneeigenschaften des Rohrleitungssystems beeinträchtigen kann, ist diese Prüfmethode besonders für den Einsatz in sensiblen Bereichen geeignet.

Diese Dichtigkeitsprüfung ist komplexer als eine Wasserdruckprobe und zählt zu den sogenannten Sonderleistungen und muss daher in der Servicebeschreibung ausführlich aufgeführt werden. Der Test gliedert sich in Festigkeits- und Dichtigkeitsprüfung. Der Lecktest wird vor der Festigkeitskontrolle bei einem Prüfdruck von 110 Millibar und einer Prüfdauer von mind. 30 min ausgeführt.

Für Rohre mit einem Leitungsinhalt von mehr als 100 Litern muss die Testzeit für jedes weitere 100 l Fassungsvermögen um 10 minütiger werden. Der Festigkeitstest kann bei hohem Luftdruck erfolgen. Die Prüfdauer nach Anlegen des Prüfdruckes liegt bei 10min. Das Rohrsystem muss vor der endgültigen Montage und Inbetriebsetzung abgespült werden.

  • ein längerer Stillstand von der Dichtigkeitsprüfung bis zur Inbetriebsetzung zu befürchten ist, vor allem bei mittleren Raumtemperaturen > 25 C, um ein eventuelles Keimwachstum auszuschliessen, - die Pipeline von der Dichtigkeitsprüfung bis zur Inbetriebsetzung nicht komplett befüllt werden kann, z.B. aufgrund einer Frosteinwirkung, - die Korrosio -beständigkeit eines Materials in einer zum Teil entleerten Pipeline bedroht ist.

Die Dichtigkeitsprüfung mit Inertgasen kann in Objekten mit erhöhten hygienischen Ansprüchen erforderlich sein, z.B. in Kliniken, Praxen, um eine Kondensierung der Luftfeuchte in der Leitung vorzubeugen. Der Prüfdruck für Druckluft und Inertgase ist auf max. 3bar festgesetzt. Wegen der Komprimierbarkeit von Druckluft und gasförmigen Medien dürfen aus Gründen der Unfallverhütung nicht die gleichen Hochdrucke wie bei einer Wasserprobe eingesetzt werden.

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